Automatisierung: geplante Scans und 404-Überwachung
Zwei Bestandteile laufen im Hintergrund mit. Für beide gilt dieselbe Regel wie für alles andere:
Sie finden und melden. Sie verschieben und löschen nicht. Eine automatische Bereinigung gibt es in Media Organizer nicht — auch nicht hinter einer Option. Diese Option existiert bewusst nicht.
Geplante Scans
Über den Joomla-Aufgabenplaner kann ein Scan regelmäßig laufen. Das Aufgaben-Plugin wird bei der Installation automatisch aktiviert.
Einrichten
- Öffnen Sie System → Geplante Aufgaben.
- Neue Aufgabe → Aufgabentyp Media Organizer.
- Intervall wählen — für die meisten Websites reicht wöchentlich oder täglich.
- Optional die E-Mail-Benachrichtigung einstellen.
Vom Dashboard aus springen Sie über Aufgabe anpassen direkt in die Einstellungen. Das Dashboard zeigt außerdem, wann der letzte geplante Lauf war, ob er erfolgreich war und wann der nächste ansteht.
Der Aufgabenplaner braucht einen Auslöser. Läuft er über den Website-Aufruf („Lazy Scheduler"), startet er erst, wenn jemand die Seite besucht. Für verlässliche Zeitpunkte richten Sie einen echten Cronjob ein — das ist Joomla-Standard und in dessen Dokumentation beschrieben.
Was der geplante Scan bringt
Vor allem eines: Kontinuität. Das Löschtor verlangt, dass eine Datei in mehreren aufeinanderfolgenden Scans Kandidat war (Standard: 2) und dass der Scan nicht zu alt ist (Standard: höchstens 7 Tage). Ein regelmäßiger Scan erfüllt beides von allein — Sie müssen nicht daran denken, kurz vor dem Aufräumen noch einmal manuell zu scannen.
Nebenbei sehen Sie an den Zahlen, wie Ihre Medienbibliothek sich entwickelt.
Die 404-Überwachung
Das System-Plugin protokolliert Zugriffe auf Dateien, die in Quarantäne liegen. Es ist nach der Installation deaktiviert — einschalten unter System → Plugins.
Warum das so nützlich ist
Media Organizer kann nur finden, was in Ihrer Joomla-Installation steht. Ein Bild, das in einem Newsletter verlinkt ist, in einem PDF steckt oder von einer fremden Website eingebunden wird, sieht kein Scan der Welt.
Genau diese Lücke schließt die 404-Überwachung — allerdings erst, nachdem die Datei in Quarantäne liegt: Fragt dann jemand die Datei an, entsteht ein 404, und das Plugin schreibt ihn mit.
Ein 404-Treffer auf eine Datei in Quarantäne ist der stärkste Hinweis überhaupt, sie nicht zu löschen: Jemand hat sie tatsächlich angefragt. Die Zählung sehen Sie an jeder Kachel in der Quarantäne-Ansicht.
Das Löschtor prüft diese Zähler mit: Gab es Treffer, wird das endgültige Löschen blockiert.
Ist das ein Performance-Problem?
Das Plugin läuft bei Seitenaufrufen mit, hält sich aber eng: Es interessiert sich nur für 404er auf Pfade, die es in Quarantäne kennt. Wenn Sie es dennoch nicht dauerhaft mitlaufen lassen wollen, ist ein guter Kompromiss: einschalten, solange eine Charge in Quarantäne liegt — und danach wieder aus.
Der empfohlene Ablauf
- 404-Überwachung aktivieren.
- Eine überschaubare Charge in Quarantäne verschieben.
- Die Aufbewahrungsfrist abwarten und die Website normal weiterbetreiben.
- Vor dem endgültigen Löschen die 404-Zähler prüfen. Treffer? Wiederherstellen und die Referenz suchen.
- Alles ruhig geblieben: löschen. Nächste Charge.
Weiter geht es
- Kommandozeile — für Scans ohne Browser-Zeitgrenze
- Quarantäne, Wiederherstellen, endgültiges Löschen
Gilt für Version 1.0.3.