Media Organizer Findet nicht mehr verwendete Mediendateien in Joomla und hilft, sie belegbar und sicher zu entfernen · Version 1.0.3 · Stand 12.08.2026 Media Organizer im Überblick Media Organizer findet Mediendateien, die auf Ihrer Joomla-Website nicht mehr verwendet werden, und hilft Ihnen, sie sicher zu entfernen. Zu jeder Datei zeigt die Erweiterung, wo gesucht wurde, was gefunden wurde und warum sie als verwaist gilt. Sie entscheiden also anhand von Belegen — nicht anhand einer Vermutung. Media Organizer ist eine reine Administrator-Erweiterung für Joomla 6 und erzeugt keinerlei Ausgabe im Frontend. Das Dashboard fasst den letzten Scan zusammen: Anzahl der Dateien, referenzierte und unreferenzierte Dateien, freigebbarer Speicher und die drei Berichte. Warum das Aufräumen hier sicher ist Mediendateien zu löschen ist unumkehrbar. Deshalb ist die gesamte Erweiterung um eine einzige Regel herum gebaut: Nichts wird verschoben oder gelöscht, ohne dass ein Mensch es ausgewählt und bestätigt hat. Diese Regel ist kein Versprechen, sondern im Code verankert. Konkret bedeutet das: Die Quarantäne ist der Normalfall. Dateien werden in einen geschützten Ordner verschoben und lassen sich jederzeit zurückholen. Das endgültige Löschen ist ein separater, bewusster Schritt. Ein einziges Tor schützt das Löschen. Vor der endgültigen Entfernung werden zwölf voneinander unabhängige Bedingungen geprüft, dazu ein einmalig gültiger Bestätigungs-Token, der Aktion, Benutzer, Scan und die exakte Dateiliste aneinander bindet. Es gibt keinen Schalter, der das umgeht. Für jede Einstufung gibt es Belege. Zu jeder Datei sehen Sie, welche Suchbereiche geprüft wurden, wo gesucht wurde und mit welchem Ergebnis — samt Links direkt in den Inhalt, der die Datei verwendet. Die Erweiterung kennt ihre eigenen Grenzen. Ist eine installierte Erweiterung nicht abgedeckt, sperrt Media Organizer das endgültige Löschen, statt eine falsche Löschung zu riskieren. Nichts läuft von allein. Der geplante Scan und die Kommandozeile können finden und melden, aber niemals selbst löschen. Ein Scan schreibt grundsätzlich nichts ins Dateisystem. Strikt lokal. Es werden keine externen Dienste kontaktiert. Keine Daten verlassen Ihre Website. Was Media Organizer findet Die Suche nach Referenzen deckt die üblichen Verstecke ab: Beiträge und Kern-Inhalte, einschließlich Zusatzfelder (Custom Fields) Module — auch das HTML von mod_custom, Modul-Parameter und Ordner-Parameter Versionshistorie von Beiträgen Templates und fest hinterlegte Bildpfade in CSS-Dateien Drittanbieter-Erweiterungen über geprüfte Profile Ein Tiefenscan über die Datenbank als Sicherheitsnetz für alles Übrige Was noch dazugehört Duplikate — Dateien mit identischem Inhalt, erkannt über die Prüfsumme Defekte Referenzen — tote Bild-Links in Ihren Inhalten Optimierungs-Bericht und Bildoptimierung — verlustarm, optional über externe Encoder, jede Änderung umkehrbar Bild-Editor — Zuschneiden, Skalieren, Drehen, Umwandeln nach WebP Kommandozeile für Scans, Berichte und Wartung Geplante Scans über den Joomla-Aufgabenplaner, mit E-Mail-Benachrichtigung 404-Überwachung, die Zugriffe auf Dateien in Quarantäne mitschreibt — ein zusätzlicher Beleg vor dem endgültigen Löschen Wie Sie weiterlesen Wenn Sie neu einsteigen, folgen Sie am besten dieser Reihenfolge: Voraussetzungen und Installation Download-Schlüssel und Updates Schnellstart: der erste Scan Die Prüfansicht Belege lesen Quarantäne, Wiederherstellen, endgültiges Löschen Gilt für Version 1.0.3. Voraussetzungen und Installation Systemvoraussetzungen Joomla 6.0 oder neuer PHP 8.3 oder neuer Datenbank MySQL 8.0.13+ oder MariaDB 10.4+ Ein Backward-Compatibility-Plugin ( plg_behaviour_compat) wird nicht benötigt. Media Organizer läuft ausschließlich mit den aktuellen Joomla-6-Schnittstellen. Für die optionale Bildoptimierung über externe Encoder (pngquant, oxipng, jpegoptim, gifsicle, cwebp, avifenc) müssen diese Programme auf dem Server verfügbar sein. Ohne sie funktioniert alles Übrige unverändert — der Optimierungs-Bericht nutzt dann nur die eingebauten Möglichkeiten. Installation Media Organizer wird als ein einziges Paket ausgeliefert: Öffnen Sie System → Installieren → Erweiterungen. Laden Sie die Datei pkg_jimgo-.zip hoch. Die Installation läuft ohne weitere Rückfragen durch. Das Paket enthält: Bestandteil Aufgabe Nach der Installation Komponente com_jimgo Die eigentliche Anwendung im Backend aktiv Konsolen-Plugin Stellt die jimgo:-Kommandos bereit automatisch aktiviert Aufgaben-Plugin Geplante Scans über den Joomla-Aufgabenplaner automatisch aktiviert System-Plugin (404-Überwachung) Schreibt Zugriffe auf Dateien in Quarantäne mit deaktiviert — bewusst Ihre Entscheidung Erweiterungsprofile Geprüftes Wissen über Drittanbieter-Erweiterungen installiert Nach der Installation begrüßt Sie dieses Panel. Es nennt die installierte Version und führt zu den drei Dingen, die jetzt anstehen: der erste Scan, der Download-Schlüssel für Aktualisierungen und das Handbuch. Nach einem Update steht an der Stelle von „Erste Schritte“ das Änderungsprotokoll. Die 404-Überwachung aktivieren Die 404-Überwachung ist standardmäßig ausgeschaltet, weil sie bei jedem Seitenaufruf mitläuft. Sie ist nützlich, aber nicht zwingend: Sie protokolliert Zugriffe auf Dateien, die Sie bereits in Quarantäne verschoben haben. Taucht dort ein Treffer auf, wurde die Datei also doch noch irgendwo verwendet — ein sehr starker Hinweis, sie nicht endgültig zu löschen. Zum Einschalten: System → Plugins → nach Media Organizer suchen → das System-Plugin aktivieren. Nach der Installation Media Organizer finden Sie unter Komponenten → Media Organizer. Es ist noch nichts gescannt und noch nichts verändert worden — die Erweiterung wartet auf Ihren ersten Scan. Bevor Sie loslegen, lohnt ein Blick in Optionen: Dort legen Sie fest, welche Bereiche durchsucht werden und welche Ordner grundsätzlich unangetastet bleiben. Die Voreinstellungen sind bewusst vorsichtig gewählt und für die meisten Websites passend. Empfehlung: Legen Sie vor der ersten Bereinigung ein Backup an — so, wie Sie es vor jeder größeren Änderung an einer Live-Website tun würden. Media Organizer arbeitet umkehrbar, aber ein Backup ersetzt kein Vertrauen und Vertrauen kein Backup. Weiter geht es Download-Schlüssel und Updates — damit Sie Aktualisierungen erhalten Schnellstart: der erste Scan Gilt für Version 1.0.3. Download-Schlüssel und Updates Media Organizer ist eine kommerzielle Erweiterung. Nach der Installation funktioniert sie vollständig — auch ohne Schlüssel. Der Download-Schlüssel wird ausschließlich für Aktualisierungen benötigt. Ohne eingetragenen Schlüssel läuft Media Organizer unverändert weiter. Es werden lediglich keine Updates angeboten. 1. Schlüssel erzeugen Melden Sie sich in Ihrem Konto auf graup-it.de an. Dort finden Sie Ihren persönlichen Download-Schlüssel. Der Schlüssel gehört zu Ihrem Abonnement. Behandeln Sie ihn wie ein Passwort: Wer ihn hat, kann Ihre Updates herunterladen. Geben Sie ihn nicht weiter und veröffentlichen Sie ihn nicht in Screenshots oder Support-Anfragen. 2. Schlüssel in Joomla eintragen Öffnen Sie System → Aktualisieren → Update-Quellen. Suchen Sie den Eintrag Media Organizer. Tragen Sie den Schlüssel in das Feld Download-Schlüssel ein und speichern Sie. Die Update-Quelle von Media Organizer mit hinterlegtem Download-Schlüssel. Solange hier kein Schlüssel steht, meldet Joomla „Der Download-Schlüssel fehlt". 3. Aktualisieren Ab jetzt erscheint Media Organizer wie jede andere Erweiterung unter System → Aktualisieren → Erweiterungen. Wählen Sie den Eintrag aus und klicken Sie auf Aktualisieren — Joomla lädt das Paket und installiert es. Beim Herunterladen prüft Joomla eine SHA-256-Prüfsumme des Pakets. Stimmt sie nicht mit der auf dem Update-Server hinterlegten überein, bricht die Installation ab, statt ein möglicherweise beschädigtes oder manipuliertes Paket einzuspielen. Wenn kein Update angeboten wird Beobachtung Ursache und Abhilfe „Der Download-Schlüssel fehlt" Der Schlüssel ist nicht (oder nicht bei dieser Update-Quelle) hinterlegt. Siehe Schritt 2. Media Organizer taucht gar nicht in der Update-Liste auf Klicken Sie auf Auf Updates prüfen. Joomla speichert Ergebnisse zwischen; erst danach wird neu abgefragt. Update erscheint, bricht aber mit „Prüfsummenprüfung fehlgeschlagen" ab Das heruntergeladene Paket passt nicht zur hinterlegten Prüfsumme. Versuchen Sie es erneut; bleibt der Fehler, wenden Sie sich an den Support — laden Sie in diesem Fall nichts an Joomla vorbei manuell nach. „Update-Quelle nicht erreichbar" Ihr Server kann den Update-Server nicht erreichen. Prüfen Sie ausgehende HTTPS-Verbindungen und eine eventuelle Firewall. Weiter geht es Schnellstart: der erste Scan Gilt für Version 1.0.3. Schnellstart: der erste Scan Ein Scan baut das Inventar Ihrer Mediendateien neu auf und sucht nach Referenzen darauf. Er ist gefahrlos: Ein Scan schreibt niemals ins Dateisystem. Er liest, vergleicht und schreibt das Ergebnis in die Datenbank. Es wird nichts verschoben, nichts umbenannt, nichts gelöscht. Den Scan starten Öffnen Sie Komponenten → Media Organizer und klicken Sie auf Scannen. Der Scan läuft in Schritten ab und zeigt seinen Fortschritt; bei größeren Websites können Sie ihn abbrechen und später fortsetzen. Wie lange er dauert, hängt vor allem von der Anzahl der Mediendateien und der Größe Ihrer Datenbank ab. Bei einer typischen mittleren Website sind es Sekunden bis wenige Minuten. Das Dashboard lesen Nach dem Scan fasst das Dashboard das Ergebnis zusammen. Kennzahl Bedeutung Dateien Alle erfassten Mediendateien in den konfigurierten Medien-Ordnern. Referenziert Dateien, für die mindestens eine Fundstelle gefunden wurde. Diese sind in Benutzung. Dateien ohne Referenz Dateien, für die keine Fundstelle gefunden wurde. Das sind Kandidaten — kein Urteil. Prüfen Sie sie, bevor Sie handeln. Freigebbar Wie viel Speicher die unreferenzierten Dateien zusammen belegen. In Quarantäne Bereits verschobene Dateien, die auf Wiederherstellung oder endgültiges Löschen warten. „Ohne Referenz" heißt nicht „überflüssig". Es heißt: In allen aktivierten Suchbereichen wurde nichts gefunden. Wird eine Datei an einer Stelle verwendet, die noch nicht abgedeckt ist, taucht sie hier ebenfalls auf. Genau dafür gibt es die Belege — und genau deshalb löscht Media Organizer nichts von allein. Die drei Berichte Duplikate — Dateien mit identischem Inhalt (gleiche Prüfsumme), etwa mehrfach hochgeladene Bilder. Optimierung — Bilder, die deutlich größer sind als nötig. Defekte Referenzen — Inhalte, die auf eine Datei verweisen, die es nicht (mehr) gibt. Tote Bild-Links also. Hier wird nichts gelöscht; die Liste dient der Reparatur. Was Sie jetzt tun sollten Widerstehen Sie der Versuchung, gleich alles Unreferenzierte in Quarantäne zu schieben. Ein sinnvoller erster Durchgang sieht so aus: Öffnen Sie Dateien ohne Referenz. Schauen Sie sich einige Dateien im Detail an — die Belege zeigen Ihnen, wo überall gesucht wurde. So bekommen Sie ein Gefühl dafür, ob die Abdeckung zu Ihrer Website passt. Achten Sie auf einen Hinweis zur unvollständigen Abdeckung. Erscheint er, ist eine installierte Erweiterung noch nicht erfasst — dann ist die Liste mit Vorsicht zu genießen und das endgültige Löschen ohnehin gesperrt. Beginnen Sie mit einer kleinen, eindeutigen Auswahl und schieben Sie diese in Quarantäne. Beobachten Sie Ihre Website ein paar Tage. Dann der Rest. Scans automatisieren Über den Joomla-Aufgabenplaner können Scans regelmäßig laufen und Sie per E-Mail informieren. Der geplante Scan kann ausschließlich finden und melden — er verschiebt und löscht niemals etwas. Eine automatische Bereinigung gibt es bewusst nicht. Weiter geht es Die Prüfansicht Belege lesen Gilt für Version 1.0.3. Die Prüfansicht Die Prüfansicht ist Ihr Arbeitsplatz. Hier sichten Sie das Inventar, filtern es und wählen aus, was bereinigt werden soll. Sie erreichen sie über Alle Dateien oder direkt über Dateien ohne Referenz. Die Prüfansicht im Raster: Vorschau, Abmessungen, Größe und Status auf einen Blick. Raster oder Tabelle Über die Schaltfläche Tabelle beziehungsweise Raster wechseln Sie die Darstellung: Das Raster zeigt Vorschaubilder — gut, um Bilder wiederzuerkennen. Die Tabelle zeigt mehr Einträge pro Bildschirm und ist besser sortierbar — gut für große Bestände. Die Statusanzeigen Status Bedeutung Referenziert Mindestens eine Fundstelle gefunden. Die Datei ist in Benutzung. Ohne Referenz Keine Fundstelle gefunden. Ein Kandidat — prüfen Sie die Belege, bevor Sie handeln. In Quarantäne Bereits verschoben, jederzeit wiederherstellbar. Zusätzlich zeigt jede Kachel Abmessungen und Dateigröße. Nach Größe absteigend zu sortieren ist ein guter Einstieg: Die größten unreferenzierten Dateien bringen den meisten Speicher. Filtern und suchen Pfad durchsuchen — Volltextsuche über den Dateipfad. Filter-Optionen — eingrenzen nach Status, Medientyp und Ordner. Ein Ordner-Filter schließt Unterordner mit ein. Sortierung — unter anderem nach Größe, Name oder Änderungsdatum. Zurücksetzen — stellt den Ausgangszustand wieder her, wenn Sie sich verfiltert haben. Auswahl über Seiten hinweg Die Auswahl wird serverseitig gehalten. Sie können also filtern, blättern, weiter auswählen — die zuvor markierten Dateien bleiben ausgewählt. Das ist wichtig, wenn Sie aus mehreren hundert Dateien gezielt zusammenstellen. Mit Alle auf dieser Seite / keine markieren Sie die aktuelle Seite auf einmal. Der Hinweis zur Abdeckung Erscheint oben „Unvollständige Abdeckung", ist mindestens eine installierte Erweiterung noch nicht durch ein geprüftes Profil abgedeckt. Media Organizer kann dann nicht ausschließen, dass diese Erweiterung Mediendateien verwendet. Die Folge: Das endgültige Löschen ist gesperrt. Quarantäne und Wiederherstellen bleiben möglich — beides ist ja umkehrbar. Das ist kein Fehler, sondern die Erweiterung, die ihre eigenen Grenzen kennt. Export Über CSV exportieren oder JSON exportieren holen Sie sich das Inventar heraus — nützlich für Abstimmungen mit Kunden oder für eine Zweitmeinung, bevor etwas passiert. Der Export berücksichtigt die aktuell gesetzten Filter. Weiter geht es Belege lesen: Warum gilt eine Datei als verwaist? Quarantäne, Wiederherstellen, endgültiges Löschen Gilt für Version 1.0.3. Belege lesen: Warum gilt eine Datei als verwaist? Die Detailansicht ist das Herzstück von Media Organizer — und der Grund, warum Sie einer Einstufung trauen können, ohne sie glauben zu müssen. Sie öffnen sie mit einem Klick auf den Dateinamen in der Prüfansicht. Die Detailansicht: links die Vorschau, rechts die Metadaten, darunter die Fundstellen mit direktem Bearbeiten-Link. Der Kopfbereich Status Referenziert, ohne Referenz oder in Quarantäne. Einstufungs-Sicherheit Wie belastbar die Einstufung ist. „Sicher" heißt: Die Suchbereiche, die für diese Datei relevant sind, liefen vollständig durch. Typ, Größe, Abmessungen, Geändert Die üblichen Eckdaten. SHA1 Die Prüfsumme des Inhalts. Über sie erkennt Media Organizer Duplikate — und über sie merkt das Löschtor, wenn sich eine Datei seit dem Scan verändert hat. „Referenziert über" — die Fundstellen Hier steht, wer die Datei verwendet. Die Fundstellen sind nach Suchbereich gruppiert, etwa: Beiträge (com_content) — der Beitrag, in dem die Datei vorkommt Module — Modul-HTML, Parameter oder Ordner-Parameter Versionshistorie — ältere Fassungen eines Beitrags Tiefenscan (Datenbank) — das Sicherheitsnetz, das die Datenbank breit absucht Erweiterungsprofile — Fundstellen in Drittanbieter-Erweiterungen Jede Zeile zeigt die Quelle (z. B. „Article #3 'Welcome to your blog'"), die Tabelle und den Datensatz, die Spalte sowie den gefundenen Verweis im Originaltext. Rechts führt ein Bearbeiten-Link direkt zu dem Inhalt — nützlich, wenn Sie eine Referenz entfernen oder korrigieren wollen. Mehrere Suchbereiche dürfen dieselbe Fundstelle melden. Dass etwa ein Beitrags-Provider und der Tiefenscan dieselbe Datei melden, ist kein Fehler, sondern zwei unabhängige Belege für dieselbe Aussage. Warum eine Datei als „ohne Referenz" gilt Findet keiner der aktivierten Suchbereiche einen Verweis, gilt die Datei als unreferenziert. Die Detailansicht zeigt dann, welche Bereiche geprüft wurden — und damit auch, was nicht geprüft wurde. Genau hier lohnt der zweite Blick: Sind alle relevanten Suchbereiche aktiviert? Wer den Tiefenscan abschaltet, bekommt mehr Kandidaten — und weniger Sicherheit. Gibt es einen Abdeckungs-Hinweis? Dann fehlt Wissen über eine installierte Erweiterung. Wird die Datei vielleicht außerhalb von Joomla verwendet, etwa in einem Newsletter, einem PDF oder von einer anderen Website aus? Das kann keine Software wissen. Dafür gibt es die Quarantäne und die 404-Überwachung. Ordner-Referenzen: der wichtigste Sonderfall Manche Erweiterungen verweisen nicht auf eine Datei, sondern auf einen ganzen Ordner — etwa ein Zufallsbild-Modul, das „alle Bilder aus images/banner" anzeigt. Media Organizer behandelt eine solche Ordner-Referenz als vollwertig: Alle Dateien darunter gelten als benutzt, auch wenn keine einzeln genannt wird. Andernfalls würde ein einziges Modul reichen, um ein halbes Bilderverzeichnis fälschlich als verwaist erscheinen zu lassen. Ableitungen Zu vielen Bildern gehören automatisch erzeugte Varianten — Vorschaubilder, verkleinerte Fassungen, responsive Größen. Media Organizer erkennt solche Ableitungen und behandelt sie wie das Original: Ist das Original in Benutzung, gilt die Ableitung ebenfalls als benutzt. So verschwindet kein Vorschaubild, dessen Original noch gebraucht wird. Weiter geht es Quarantäne, Wiederherstellen, endgültiges Löschen Häufige Fragen und Fehlerbehebung Gilt für Version 1.0.3. Quarantäne, Wiederherstellen, endgültiges Löschen Das Bereinigen läuft in Media Organizer immer über zwei getrennte Schritte: erst Quarantäne (umkehrbar), dann — viel später und nur wenn Sie es wollen — endgültiges Löschen (unumkehrbar). Diese Trennung ist der Kern des Sicherheitskonzepts. Schritt 1: In Quarantäne verschieben Wählen Sie in der Prüfansicht die Dateien aus und klicken Sie auf Quarantäne. Sie landen nicht direkt in der Quarantäne, sondern zunächst in einem Bestätigungsdialog. Der Bestätigungsdialog zeigt genau, was passieren wird — vollständig, nicht verkürzt. Der Dialog zeigt Ihnen: Umfang — wie viele Dateien und wie viel Speicher. Sicherheitsprüfungen — unter anderem, dass ein gültiger Bestätigungs-Token für genau dieses Dateiset vorliegt. Zielordner — wohin verschoben wird. Die vollständige Dateiliste — jeder Pfad einzeln, damit Sie ihn prüfen können. Der Bestätigungs-Token bindet Aktion, Benutzer, Scan und die exakte Dateiliste aneinander und gilt nur einmal. Ändern Sie die Auswahl, wird er ungültig. So kann kein alter oder fremder Bestätigungsklick eine andere Dateiliste löschen als die, die Sie gesehen haben. Was in der Quarantäne passiert Die Dateien werden in einen geschützten Ordner verschoben. Sie sind aus dem Web nicht mehr erreichbar — Ihre Website verhält sich also so, als wären sie gelöscht. Genau das ist der Sinn: Sie sehen die Auswirkungen, ohne die Dateien zu verlieren. Die Quarantäne-Ansicht mit Restlaufzeit der Aufbewahrungsfrist je Datei. Jede Kachel zeigt die verbleibende Aufbewahrungsfrist („noch 30 Tage"). Die Vorschaubilder funktionieren weiterhin, obwohl die Dateien außerhalb des Web-Roots liegen — Media Organizer streamt sie nur für Administratoren. Der Quarantäne-Ordner sollte außerhalb des Web-Roots liegen. Liegt er innerhalb, weist der Bestätigungsdialog Sie darauf hin. Sie können den Pfad in den Optionen ändern. Wiederherstellen Merken Sie, dass eine Datei doch gebraucht wird: auswählen, Wiederherstellen. Sie wandert an ihren ursprünglichen Ort zurück. Beim nächsten Scan wird sie normal neu eingestuft. Das ist der ganze Trick an der Sache — der schlimmste Fall ist ein kurzer Schreck, kein Datenverlust. Schritt 2: Endgültig löschen Erst dieser Schritt entfernt Dateien wirklich. Er ist bewusst unbequem. Vor dem Löschen prüft Media Organizer zwölf voneinander unabhängige Bedingungen. Alle müssen erfüllt sein. Es gibt keinen Schalter, der das umgeht — auch nicht für Administratoren. Dazu gehören unter anderem: Die Aufbewahrungsfrist ist abgelaufen. Die Datei ist seit der Quarantäne unverändert (Prüfsumme und Änderungsdatum). Es liegt ein gültiger, einmaliger Bestätigungs-Token für genau diese Dateiliste vor. Der Benutzer hat die nötige Berechtigung. Die Abdeckung ist vollständig — keine installierte Erweiterung ohne Profil. Seit der Quarantäne wurden keine 404-Zugriffe auf die Datei verzeichnet (sofern die 404-Überwachung aktiv ist). Schlägt eine Bedingung fehl, nennt Media Organizer alle Verstöße auf einmal — nicht nur den ersten. So wissen Sie, was insgesamt im Weg steht. Die Aufbewahrungsfrist ist eine Vorbedingung, kein Auslöser. Nach ihrem Ablauf passiert von allein nichts. Sie erlaubt lediglich, dass Sie löschen dürfen — tun müssen Sie es weiterhin selbst. Ein bewährtes Vorgehen Kleine, eindeutige Auswahl in Quarantäne verschieben. Website normal weiterbetreiben. Die 404-Überwachung mitlaufen lassen. Nach ein paar Wochen: Sind 404-Treffer aufgetaucht? Dann wiederherstellen und die Referenz suchen. Ist alles ruhig geblieben und die Frist abgelaufen: endgültig löschen. Nächste Charge. Weiter geht es Häufige Fragen und Fehlerbehebung Gilt für Version 1.0.3. Häufige Fragen und Fehlerbehebung Einstufung Eine Datei wird als „ohne Referenz" angezeigt, obwohl sie verwendet wird. Warum? Weil keiner der aktivierten Suchbereiche einen Verweis gefunden hat. Öffnen Sie die Detailansicht: Dort steht, wo überall gesucht wurde. Typische Ursachen: Ein Suchbereich ist abgeschaltet (Optionen → Scan-Bereiche), etwa der Tiefenscan. Eine Erweiterung ist nicht abgedeckt — dann erscheint der Abdeckungs-Hinweis und das endgültige Löschen ist ohnehin gesperrt. Die Datei wird außerhalb von Joomla verwendet: in einem Newsletter, einem PDF, einer anderen Website. Das kann keine Software erkennen. Genau dafür gibt es Quarantäne und 404-Überwachung. Warum ist das endgültige Löschen gesperrt? Weil mindestens eine der zwölf Bedingungen nicht erfüllt ist. Media Organizer nennt Ihnen alle Verstöße auf einmal. Die häufigsten: Aufbewahrungsfrist läuft noch. Warten oder die Frist in den Optionen anpassen. Unvollständige Abdeckung. Eine installierte Erweiterung hat kein Profil. Datei wurde verändert. Prüfsumme oder Änderungsdatum weichen vom Scan ab — scannen Sie neu. 404-Treffer. Auf die Datei wurde zugegriffen, seit sie in Quarantäne ist. Ein starker Hinweis, sie wiederherzustellen. Was bedeutet „Unvollständige Abdeckung"? Media Organizer weiß über viele Drittanbieter-Erweiterungen, wo sie Medien ablegen — dieses Wissen steckt in geprüften Profilen. Ist eine installierte Erweiterung nicht dabei, kann nicht ausgeschlossen werden, dass sie Dateien verwendet. Deshalb wird das endgültige Löschen gesperrt. Quarantäne und Wiederherstellen bleiben möglich — beides ist umkehrbar. Sie können also weiterhin gefahrlos aufräumen, nur eben nicht endgültig. Warum taucht dieselbe Fundstelle mehrfach auf? Weil mehrere Suchbereiche unabhängig voneinander gesucht und dasselbe gefunden haben. Das ist kein Fehler, sondern eine Bestätigung. Betrieb Kann ein Scan meine Website beschädigen? Nein. Ein Scan schreibt niemals ins Dateisystem. Er liest und legt das Ergebnis in der Datenbank ab. Der Scan bricht ab oder läuft in eine Zeitüberschreitung. Der Scan läuft in Schritten und lässt sich fortsetzen. Bei sehr großen Beständen helfen: den Scan über die Kommandozeile laufen lassen — dort gibt es keine Browser-Zeitgrenze; in den Optionen die Stapelgröße reduzieren; nicht benötigte Suchbereiche abschalten — aber beachten Sie, dass das die Aussagekraft senkt. Wie viel Arbeitsspeicher braucht Media Organizer? Die Erweiterung ist darauf ausgelegt, auch sehr große Bestände mit knappem PHP-Speicher zu verarbeiten. Ergebnisse werden nicht vollständig in den Speicher geladen, sondern schrittweise verarbeitet. Löscht der geplante Scan automatisch? Nein — und das ist keine Einstellungssache, sondern eine bewusste Produktentscheidung. Der geplante Scan und die Kommandozeile können finden und melden. Verschieben und Löschen setzt immer einen Menschen voraus, der auswählt und bestätigt. Verlassen Daten meine Website? Nein. Media Organizer kontaktiert keine externen Dienste. Die einzige Ausnahme ist der Update-Vorgang, den Joomla selbst durchführt, wenn Sie ihn auslösen. Wiederherstellen und Löschen Ich habe zu viel in Quarantäne verschoben. Was jetzt? Auswählen und Wiederherstellen. Die Dateien wandern an ihren ursprünglichen Ort zurück. Solange nicht endgültig gelöscht wurde, ist nichts verloren. Ich habe endgültig gelöscht und brauche die Datei doch. Dann hilft nur Ihr Backup. Das endgültige Löschen ist unumkehrbar — deshalb steht die Aufbewahrungsfrist davor und deshalb ist die Quarantäne der Normalfall. Was passiert mit Duplikaten? Der Duplikate-Bericht zeigt nur an. Bereinigt wird auch hier über Quarantäne und Bestätigung — Sie entscheiden, welche Kopie bleibt. Noch Fragen? Wenn Sie hier nicht weiterkommen, melden Sie sich über die Produktseite. Hilfreich für eine schnelle Antwort: Joomla- und PHP-Version, was Sie erwartet haben und was stattdessen passiert ist — und, falls es um eine Einstufung geht, ein Blick in die Detailansicht der betroffenen Datei. Bitte senden Sie niemals Ihren Download-Schlüssel mit — auch nicht in Screenshots. Für den Support wird er nicht benötigt. Gilt für Version 1.0.3. Wie die Erkennung funktioniert Dieses Kapitel erklärt, wie Media Organizer zu seinem Urteil kommt. Sie brauchen das nicht für den Alltag — aber wenn Sie eine Einstufung nachvollziehen oder die Abdeckung Ihrer Website beurteilen wollen, ist es genau das Richtige. Zwei getrennte Schritte Ein Scan besteht aus zwei Teilen, die bewusst getrennt sind: Inventar aufbauen. Welche Mediendateien existieren überhaupt? Gelesen wird aus den konfigurierten Medien-Adaptern. Referenzen sammeln. Wer verweist auf welche Datei? Das erledigen mehrere unabhängige Suchbereiche. Erst danach vergleicht Media Organizer beides. Eine Datei ohne passende Referenz wird zum Kandidaten — mehr nicht. Wichtig für das Verständnis: Ein Suchbereich meldet nur Fundstellen. Er urteilt nicht. Die Aussage „ohne Referenz" trifft ausschließlich die auswertende Stelle, nachdem alle Suchbereiche gelaufen sind. Die Suchbereiche Bereich Was er durchsucht Artikel und Kategorien Beiträge (Einleitungs- und Volltext, Beitragsbild) und Kategorien, inklusive Zusatzfelder. Module Das HTML von „Eigenes HTML"-Modulen, die Modul-Einstellungen und Ordner-Angaben. Auch unveröffentlichte Module und solche im Papierkorb zählen (einstellbar). Versionshistorie Ältere Fassungen von Beiträgen. Wer eine alte Version wiederherstellt, braucht ihre Bilder. Template-Dateien CSS- und Template-Dateien, in denen Bildpfade fest hinterlegt sind — etwa Hintergrundbilder. Extension-Profile Drittanbieter-Erweiterungen, für die ein geprüftes Profil vorliegt. Tiefenscan Das Auffangnetz: durchsucht alle Datenbanktabellen nach Bildverweisen — auch die von Erweiterungen ohne eigenes Profil. Alle sechs lassen sich einzeln abschalten (Optionen → Scannen). Das ist selten eine gute Idee: Jeder abgeschaltete Bereich macht die Liste der Kandidaten länger und die Aussage schwächer. Der Tiefenscan Die spezialisierten Bereiche wissen genau, wo sie suchen müssen. Der Tiefenscan weiß das nicht — er geht breit über die Datenbank und sucht nach allem, was wie ein Medienverweis aussieht. Das macht ihn langsamer, aber unverzichtbar: Er fängt Verweise von Erweiterungen ab, für die es (noch) kein Profil gibt. Wenn Sie ihn abschalten, verlieren Sie genau dieses Sicherheitsnetz. Ordner-Referenzen Manche Verweise zeigen nicht auf eine Datei, sondern auf einen Ordner — etwa ein Zufallsbild-Modul mit dem Parameter „Ordner: images/banner". Media Organizer wertet das als vollwertige Referenz auf alle Dateien darunter, einschließlich Unterordnern. Würde man das übersehen, gälte ein ganzes Bilderverzeichnis als verwaist, nur weil kein Bild einzeln genannt wird. Normalisierung: warum Pfade zurechtgebogen werden Derselbe Verweis kann auf viele Arten geschrieben sein: mit oder ohne führenden Schrägstrich, als absolute URL, mit Joomlas internem #joomlaImage://-Zusatz, URL-kodiert. Damit ein Abgleich überhaupt gelingt, führt Media Organizer alles auf eine einheitliche Form zurück. Ein Sonderfall verdient Beachtung: Unicode-Normalisierung (NFC). Uploads von einem Mac kodieren Umlaute technisch anders als Windows oder Linux — ä kann ein Zeichen sein oder zwei. Ohne Normalisierung würden solche Dateien fälschlich als „ohne Referenz" gelten. Die Option ist standardmäßig aktiv; lassen Sie sie im Zweifel an. Über Bekannte Website-URLs teilen Sie Media Organizer zusätzlich mit, welche absoluten URLs als lokal gelten — nützlich, wenn Inhalte mit vollständigen Adressen verlinkt sind. Ableitungen Zu vielen Bildern gehören automatisch erzeugte Varianten: Vorschaubilder, verkleinerte Fassungen. Media Organizer erkennt diesen Zusammenhang und vererbt die Einstufung: Ist das Original in Benutzung, gilt die Ableitung ebenfalls als benutzt. Was nie erfasst wird Bestimmte oberste Ordner sind grundsätzlich tabu und werden gar nicht erst inventarisiert — darunter administrator, libraries, templates, plugins, cache und der Quarantäne-Ordner selbst. Das ist ein Schutz davor, Joomla-Systemdateien anzufassen, selbst wenn ein Medien-Adapter falsch eingestellt ist. Der Ordner media/ ist bewusst nicht geschützt — dort liegen bei vielen Websites echte Uploads. Weiter geht es Erweiterungsprofile und das Coverage-Gate Konfigurationsreferenz Gilt für Version 1.0.3. Erweiterungsprofile und das Coverage-Gate Joomla-Erweiterungen speichern Medienverweise auf sehr unterschiedliche Weise: mal als Pfad in einer Spalte, mal tief in einem JSON-Parameterbaum, mal als Ordnerangabe. Damit Media Organizer eine fremde Erweiterung zuverlässig durchsuchen kann, muss es wissen, wo sie ihre Verweise ablegt. Dieses Wissen steckt in Profilen. Profile sind Daten, kein Code Ein Profil beschreibt für genau eine Erweiterung, welche Tabellen und Spalten Medienverweise enthalten können und wie sie zu lesen sind. Es ist eine Datendatei — kein Programmcode. Das hat einen praktischen Vorteil: Profile lassen sich unabhängig von der Erweiterung aktualisieren. Kommt Wissen über eine weitere Drittanbieter-Erweiterung dazu, brauchen Sie kein neues Programm — nur neue Daten. Profile werden nicht geraten. Jedes entsteht aus einem dokumentierten Verfahren, bei dem die tatsächliche Datenstruktur der jeweiligen Erweiterung untersucht und überprüft wird. Ein erfundener Tabellen- oder Spaltenname wäre die gefährlichste Sorte Fehler: Er ließe eine benutzte Datei als verwaist erscheinen. Welche Profile aktuell vorliegen, sehen Sie in den Optionen → Scannen unter Verfügbare Profile. Das Coverage-Gate Nun die entscheidende Frage: Was passiert mit einer installierten Erweiterung, für die es kein Profil gibt? Media Organizer könnte sie ignorieren und hoffen. Das tut es nicht. Stattdessen stellt es fest: „Für diese Erweiterung kann ich nicht ausschließen, dass sie Medien verwendet" — und sperrt das endgültige Löschen. Unvollständige Abdeckung sperrt ausschließlich das endgültige Löschen. Scannen, Sichten, Quarantäne und Wiederherstellen bleiben uneingeschränkt möglich. Alles davon ist ja umkehrbar. Der Hinweis erscheint oben in der Prüfansicht und nennt die betroffene Erweiterung beim Namen. Wie Sie die Abdeckung herstellen Es gibt drei saubere Wege: Warten oder anfragen. Für gängige Erweiterungen kommen Profile mit Updates nach. Fehlt eines, das Sie brauchen: melden. Erweiterung als medienfrei eintragen. Speichert eine Erweiterung nachweislich keine Medienverweise, tragen Sie ihr Element (z. B. com_beispiel) unter Optionen → Scan – Erweitert → Medienfreie Erweiterungen ein. Sie gilt dann als abgedeckt. Unter Erkannte medienfreie Erweiterungen stehen die, die bereits verifiziert wurden — die müssen Sie nicht selbst eintragen. Erweiterung deinstallieren, wenn Sie sie ohnehin nicht mehr brauchen. „Medienfrei" ist eine Behauptung, für die Sie geradestehen. Tragen Sie eine Erweiterung nur ein, wenn Sie es wirklich wissen — nicht, um den Hinweis loszuwerden. Genau dieser Eintrag entscheidet mit darüber, ob eine Datei gelöscht werden darf. Die Übersteuerung — und warum Sie sie meiden sollten Es gibt einen Schalter, der die Sperre aufhebt: Optionen → Sicherheit & Aufbewahrung → Lösch-Sperre bei unvollständiger Abdeckung übersteuern. Er ist bewusst unbequem gebaut: Nur Super User dürfen ihn setzen. Eine Begründung ist Pflicht — ohne Text keine Übersteuerung. Die Übersteuerung wird mit Begründung im Audit-Log protokolliert. Er existiert für den Fall, dass Sie es besser wissen als die Software und dafür geradestehen. Er ist keine Abkürzung, um den Hinweis wegzuklicken. Wenn Sie ihn brauchen, ist die ehrlichere Frage meist: Warum fehlt das Profil — und wäre der Weg über „medienfrei eintragen" nicht der richtige? Custom Fields: ein häufiger Stolperstein Zusatzfelder (Custom Fields) können Medien enthalten. Welche Feldtypen das sind, steht unter Optionen → Scan – Erweitert → Custom-Field-Medientypen. Der Standard deckt Joomlas eigenes Medienfeld sowie gängige Feld-Plugins ab. Wichtig ist der Automatismus dahinter: Werden Medienfelder genutzt, aber nicht durchsucht, bleibt das endgültige Löschen gesperrt. Verwenden Sie also ein weiteres Feld-Plugin, das Medien ablegt, ergänzen Sie dessen internen Typ-Namen in dieser Liste. Weiter geht es Konfigurationsreferenz Quarantäne, Wiederherstellen, endgültiges Löschen Gilt für Version 1.0.3. Konfigurationsreferenz Alle Einstellungen finden Sie über die Schaltfläche Optionen oben rechts in jeder Ansicht von Media Organizer. Diese Seite listet jede Option mit ihrer Voreinstellung. Die Optionen sind in sieben Reiter gegliedert. Die Voreinstellungen sind bewusst vorsichtig gewählt und für die meisten Websites passend. Ändern Sie nur, was Sie verstanden haben — insbesondere im Reiter Sicherheit & Aufbewahrung. Scannen Hier schalten Sie die Suchbereiche ein und aus. Alle sind standardmäßig aktiv. Option Standard Bedeutung Artikel und Kategorien Ja Beiträge (Einleitungs-/Volltext, Beitragsbild) und Kategorien. Module Ja Modul-HTML, Modul-Einstellungen und Ordner-Angaben. Versionshistorie scannen Ja Treffer in der Versionshistorie als referenziert werten. Template-Dateien Ja Fest hinterlegte Bilder in CSS- und Template-Dateien. Extension-Profile Ja Drittanbieter-Erweiterungen mit Profil. Tiefenscan Ja Auffang-Scan über alle Datenbanktabellen. Aktive Medientypen Bild Welche Typen inventarisiert werden: Bild, Dokument, Video, Audio, Schriftart, Archiv, Sonstige. Verfügbare Profile — Nur Anzeige: welche Profile vorliegen. Scan – Erweitert Option Standard Bedeutung Wurzelverzeichnisse leer Welche Medien-Adapter inventarisiert werden. Leer = Standard-Adapter local-images. Für Medien unter media/ dort ein Verzeichnis in der Medien-Komponente anlegen und den Adapter hier eintragen. Ausgeschlossene Pfade leer Ein Eintrag pro Zeile. Ordnerpfad schließt den Ordner samt Unterordnern aus; Glob-Muster wie *.tmp gehen auch. Geschützte Core-Ordner administrator, api, bin, cache, cli, components, includes, installation, jimgo_quarantine, language, layouts, libraries, modules, plugins, templates, tmp Werden nie erfasst. Schutz vor dem Löschen von Systemdateien. media/ ist absichtlich nicht dabei. Tiefenscan: ausgeschlossene Tabellen leer Zusätzlich zu den eingebauten Ausschlüssen. Medienfreie Erweiterungen leer Komponenten ohne Medienverweise. Gelten als abgedeckt. Erkannte medienfreie Erweiterungen — Nur Anzeige: bereits verifizierte Erweiterungen. Papierkorb mitzählen Ja Auch Elemente im Papierkorb referenzieren ihre Dateien. Unveröffentlichte mitzählen Ja Unveröffentlichte Elemente ebenso. Modul-Ordner mitzählen Ja Ordner-Parameter als Ordner-Referenz behandeln. Custom-Field-Medientypen media, imagelist, mediajce, mediafile, acfgallery, acfupload, acfdownloadbutton, acfhtml5audio, acfvideo Welche Zusatzfeld-Typen Medien enthalten. Genutzt, aber nicht durchsucht ⇒ Löschen bleibt gesperrt. Unicode normalisieren (NFC) Ja Vereinheitlicht Umlaute vor dem Abgleich. Im Zweifel an lassen. Bekannte Website-URLs leer Eine URL pro Zeile. Absolute URLs auf diesen Hosts gelten als lokal. Sicherheit & Aufbewahrung Dieser Reiter steuert, wann überhaupt gelöscht werden darf. Jede Lockerung hier senkt Ihr Sicherheitsnetz. Option Standard Bedeutung Aufbewahrung: Bilder 30 Tage So lange muss eine Datei dieses Typs in Quarantäne liegen, bevor sie gelöscht werden darf. 0 = nie automatisch freigeben. Die Frist ist Vorbedingung, kein Auslöser — nach Ablauf passiert von allein nichts. Aufbewahrung: Dokumente 180 Tage Aufbewahrung: Video 90 Tage Aufbewahrung: Audio 90 Tage Aufbewahrung: Schriftarten 0 (nie) Aufbewahrung: Archive / Sonstige 180 Tage Super User zum Löschen verlangen Ja Endgültiges Löschen auf Super User beschränken. Maximales Scan-Alter 7 Tage Ein älterer Scan kann kein Löschen freigeben. Mindestanzahl aufeinanderfolgender Scans 2 Eine Datei muss so oft hintereinander Kandidat gewesen sein, bevor sie gelöscht werden darf. Gültigkeit des Bestätigungs-Tokens 300 Sekunden Wie lange ein Bestätigungs-Token gültig bleibt. Lösch-Sperre übersteuern Nein Nur Super User. Erlaubt Löschen trotz unvollständiger Abdeckung. Wird protokolliert. Begründung der Übersteuerung leer Pflichtbegründung, die mitgespeichert wird. Quarantäne-Wurzel jimgo_quarantine Wohin verschoben wird. Wird beim ersten Gebrauch per Deny-Dateien geschützt. Nicht den Cache-Ordner verwenden — der wird geleert. Warnung, wenn im Web-Root. Optimierung Schwellwerte für den Bericht — sie entscheiden nur, was gemeldet wird: Maximale Dateigröße 500 KB Größere Dateien werden markiert. 0 = aus. Maximale Kantenlänge 2500 px Größere Bilder werden markiert. 0 = aus. Veraltete Formate bmp, tif, tiff Werden als veraltet markiert. Modernisieren ab 150 KB Rasterbilder darüber gelten als WebP/AVIF-Kandidaten. 0 = aus. Zu modernisierende Rasterformate jpg, jpeg, png, gif Welche Formate wechseln könnten. Wie optimiert wird: Bildbibliothek Automatisch Bevorzugt Imagick, fällt auf GD zurück. Maximale Kantenlänge (px) 2560 Herunterskalieren ab dieser Kante. Skaliert nie hoch. 0 = aus. JPEG-Qualität 82 1–100. Etwa 80 ist ein guter Kompromiss. PNG-Kompression 8 0–9, verlustfrei. Höher = kleiner und langsamer. WebP-Qualität 82 Wenn die Quelle bereits WebP ist. Metadaten entfernen Ja EXIF, ICC und Kommentare entfernen. Mindestersparnis 10 % Unterhalb bleibt das Original unberührt. Maximale Quell-Pixel 0 (automatisch) Zu große Bilder überspringen, damit das Dekodieren im Speicher bleibt. 0 leitet die Grenze aus dem PHP-Speicherlimit ab — empfohlen. Bilder pro Schritt 5 Wie viele Bilder je Anfrage optimiert werden. Editor-Exportqualität 82 Standardqualität für Bilder aus dem Editor. Backup-Speicherort jimgo_optimize_backup Wohin Originale vor der Optimierung gesichert werden. Wird geschützt. Externe Optimierer (optional, siehe eigenes Kapitel): Externe Optimierer verwenden Ja Nutzt pngquant, oxipng, jpegoptim, cwebp, gifsicle, falls vorhanden. Fällt automatisch zurück, wenn ein Tool fehlt. Optimierer-Verzeichnis leer Leer = System-PATH durchsuchen. Es wird nichts heruntergeladen oder mitgeliefert. Verfügbare Optimierer — Nur Anzeige: was erkannt wurde. JPEG- / PNG- / WebP- / GIF-Optimierer Automatisch Welches Tool je Format. Bei PNG: pngquant ist verlustbehaftet (größte Ersparnis), oxipng und OptiPNG sind verlustfrei. PNG-Mindest- / Zielqualität 60 / 82 pngquant-Grenzen. Wird die Mindestqualität nicht erreicht, bleibt das PNG unverändert. Berichte & Ansicht Einträge pro Seite 50 Standard-Seitengröße aller Listen. Die Auswahl im Seitenfuß hat Vorrang. Provider aus defekten Referenzen ausblenden history Deren Treffer erscheinen nie als defekte Referenz. History-Tabellen #__history Tiefenscan-Treffer darin gelten nicht als defekte Referenz. Leistung Datenbank-Chunk (Zeilen) 500 Wie viele Zeilen der Scan auf einmal liest. Kleiner = speicherschonender. Scan-Detaildaten aufbewahren 5 Für wie viele der letzten Scans die Fundstellen-Details bleiben. Die Scan-Übersicht bleibt erhalten. Datei-Hashes berechnen Ja Nötig für Duplikate und um Änderungen zu erkennen. Ausschalten macht den Scan minimal schneller — und das Löschtor blinder. Vorschaubilder cachen Ja Erzeugt verkleinerte Vorschauen unter media/com_jimgo/thumbs. Benötigt PHP-GD. Vorschaugröße 360 px Längste Kante der Vorschaubilder. Rechte Der Standard-Reiter von Joomla. Siehe Rechte, Export und Datenschutz. Gilt für Version 1.0.3. Berichte: Duplikate und defekte Referenzen Neben den unreferenzierten Dateien liefert Media Organizer zwei weitere Berichte. Beide sind reine Anzeigen: Sie löschen nichts und ändern nichts. Duplikate Der Bericht findet Dateien mit identischem Inhalt — erkannt über die Prüfsumme (SHA1), nicht über den Dateinamen. Zwei Dateien können also völlig unterschiedlich heißen und in verschiedenen Ordnern liegen; entscheidend ist, dass ihr Inhalt Byte für Byte gleich ist. Eine Duplikatgruppe: zwei identische Dateien, dazu der freigebbare Speicher, wenn eine Kopie bleibt. Jede Gruppe zeigt: wie viele Kopien es gibt und wie groß jede ist, wie viel Speicher frei würde, wenn je eine Kopie bleibt, den Anfang der Prüfsumme, den Status jeder einzelnen Kopie (referenziert oder ohne Referenz). Löschen Sie nicht blind alle Kopien bis auf eine. Prüfen Sie den Status: Sind mehrere Kopien referenziert, verweisen verschiedene Inhalte auf verschiedene Dateien. Löschen Sie dann eine, ist der zugehörige Verweis kaputt — Sie hätten einen toten Bild-Link erzeugt. Der sinnvolle Fall ist: eine Kopie referenziert, die anderen nicht. Dann können die unreferenzierten weg — über den normalen Weg. Die Bereinigung läuft auch hier über Quarantäne und Bestätigung. Der Bericht ist nur die Lupe, nicht der Besen. Über Ausblenden nehmen Sie Gruppen aus dem Bericht, die Sie bewusst so haben wollen — etwa bewusst doppelt gepflegte Bilder. Das hält die Liste über die Zeit brauchbar. Defekte Referenzen Dieser Bericht dreht die Blickrichtung um: Er zeigt Inhalte, die auf eine Datei verweisen, die es nicht gibt. Tote Bild-Links also — im Frontend das kaputte Bildsymbol. Jede Zeile nennt den fehlenden Pfad, wo der Verweis steht und über welchen Suchbereich er gefunden wurde — mit direktem Bearbeiten-Link. Die Spalten: Referenzierter Pfad Die Datei, die fehlt. Gefunden in Wo der Verweis steht, z. B. „Article #3 'Welcome to your blog'". Suchbereich Welcher Bereich den Verweis gemeldet hat. Bearbeiten Springt direkt in den Inhalt, um ihn zu reparieren. Dass derselbe fehlende Pfad mehrfach auftaucht, ist normal: Mehrere Suchbereiche haben ihn unabhängig gefunden. Warum die Versionshistorie ausgeblendet ist Standardmäßig werden Treffer aus der Versionshistorie nicht als defekte Referenz gelistet. Der Grund ist praktisch: Alte Beitragsfassungen verweisen naturgemäß auf Bilder, die längst ersetzt wurden. Diese Treffer würden den Bericht fluten, ohne dass es etwas zu reparieren gäbe. Steuern lässt sich das über Optionen → Berichte & Ansicht mit Provider aus defekten Referenzen ausblenden (Standard history) und History-Tabellen (Standard #__history). Ein typischer Ablauf Bericht öffnen und schauen, ob die fehlende Datei nur verschoben oder umbenannt wurde. Wenn ja: über Bearbeiten in den Inhalt springen und den Pfad korrigieren. Wenn die Datei wirklich weg ist: Verweis entfernen oder ein Ersatzbild einsetzen. Neu scannen — der Eintrag verschwindet. Ein Blick in diesen Bericht lohnt nach jeder Bereinigung. Er ist die Gegenprobe: Haben Sie versehentlich etwas entfernt, das doch gebraucht wurde, steht es hier. Weiter geht es Optimierung und Bild-Editor Automatisierung: geplante Scans und 404-Überwachung Gilt für Version 1.0.3. Optimierung und Bild-Editor Neben dem Aufräumen kann Media Organizer Bilder auch verkleinern und bearbeiten. Beides ist umkehrbar und läuft strikt lokal — es wird kein Bild an einen Online-Dienst geschickt. Der Optimierungs-Bericht Der Bericht zeigt Bilder mit Optimierungspotenzial, gemessen an den Schwellwerten aus den Optionen. Er ist eine Empfehlung — es wird nichts verändert, solange Sie es nicht auslösen. Zu jeder Datei steht, warum sie markiert wurde — hier gleich aus drei Gründen. Typische Gründe: Zu groß (Dateigröße) — überschreitet die eingestellte maximale Dateigröße (Standard 500 KB). Zu groß (Abmessungen) — überschreitet die maximale Kantenlänge (Standard 2500 px). Kein modernes Format (WebP/AVIF) — ein Rasterbild, das als WebP oder AVIF deutlich kleiner wäre. Veraltetes Format — etwa BMP oder TIFF. Zwei Gruppen — und der Unterschied ist wichtig Der Bericht trennt bewusst: Automatisch optimierbar. Format und Dateiname bleiben gleich. Bestehende Verweise bleiben gültig und müssen nicht angepasst werden. Das ist der gefahrlose Fall. Nur im Editor. Hier würde eine Optimierung das Format ändern (z. B. nach WebP) und damit den Dateinamen. Bestehende Verweise zeigen weiterhin auf die alte Datei und werden nicht automatisch umgestellt. Solche Bilder werden deshalb nie automatisch angefasst. Optimieren auslösen Wählen Sie die Dateien aus und klicken Sie auf Optimieren. Vorher gilt: Das Original wird gesichert (Standard: jimgo_optimize_backup, außerhalb des Webs). Es wird nie hochskaliert — nur verkleinert. Bringt die Optimierung weniger als die Mindestersparnis (Standard 10 %), bleibt das Original unberührt. Kein Qualitätsverlust für ein paar Kilobyte. Sehr große Bilder werden übersprungen, damit das Dekodieren im Speicher bleibt — sie erscheinen als „zu groß zum Verarbeiten". Über Backups kommen Sie an die gesicherten Originale und können eine Optimierung rückgängig machen. Externe Optimierer Sind spezialisierte Encoder auf dem Server installiert, nutzt Media Organizer sie für die Kompression — das bringt deutlich mehr als die eingebauten Bibliotheken: Format Werkzeuge Hinweis JPEG jpegoptim — PNG pngquant, oxipng, OptiPNG pngquant ist verlustbehaftet (größte Ersparnis); oxipng und OptiPNG sind verlustfrei. Automatisch bevorzugt pngquant. WebP cwebp Wenn die Quelle bereits WebP ist. GIF gifsicle Behält Animationen. Media Organizer lädt nichts herunter und liefert nichts mit — es nutzt nur, was schon installiert ist. Fehlt ein Werkzeug, fällt es automatisch auf die eingebaute Bibliothek zurück. Unter Optionen → Optimierung → Verfügbare Optimierer sehen Sie, was erkannt wurde. Der Bild-Editor Den Editor öffnen Sie aus der Detailansicht über Bearbeiten. Zuschneiden, Drehen, Skalieren, Qualität und Bildanpassung — mit Vorschau. Möglich sind: Zuschneiden — frei oder mit festem Verhältnis (1:1, 4:3, 3:2, 16:9, 9:16) Drehen und Spiegeln Skalieren auf eine maximale Kantenlänge Qualität einstellen Anpassen von Helligkeit, Kontrast und Sättigung Auch hier wird das Original vorher gesichert; über die Backups-Ansicht machen Sie die Bearbeitung rückgängig. Speichern: zwei Wege mit unterschiedlichen Folgen Weg Was passiert Verweise Original ersetzen Format und Dateiname bleiben gleich. bleiben gültig ✓ Als WebP/AVIF speichern Legt eine neue Datei mit anderem Dateinamen an. Das Original bleibt bestehen. zeigen weiter aufs Original — Sie müssen sie manuell umstellen Das ist der häufigste Stolperstein. Speichern Sie ein Bild als WebP, ändert sich nichts an Ihren Inhalten — sie zeigen weiterhin auf die alte Datei. Die Fundstellen, die Sie dafür anpassen müssen, finden Sie in der Detailansicht des Originals unter „Referenziert über". Weiter geht es Automatisierung: geplante Scans und 404-Überwachung Kommandozeile Gilt für Version 1.0.3. Automatisierung: geplante Scans und 404-Überwachung Zwei Bestandteile laufen im Hintergrund mit. Für beide gilt dieselbe Regel wie für alles andere: Sie finden und melden. Sie verschieben und löschen nicht. Eine automatische Bereinigung gibt es in Media Organizer nicht — auch nicht hinter einer Option. Diese Option existiert bewusst nicht. Geplante Scans Über den Joomla-Aufgabenplaner kann ein Scan regelmäßig laufen. Das Aufgaben-Plugin wird bei der Installation automatisch aktiviert. Einrichten Öffnen Sie System → Geplante Aufgaben. Neue Aufgabe → Aufgabentyp Media Organizer. Intervall wählen — für die meisten Websites reicht wöchentlich oder täglich. Optional die E-Mail-Benachrichtigung einstellen. Vom Dashboard aus springen Sie über Aufgabe anpassen direkt in die Einstellungen. Das Dashboard zeigt außerdem, wann der letzte geplante Lauf war, ob er erfolgreich war und wann der nächste ansteht. Der Aufgabenplaner braucht einen Auslöser. Läuft er über den Website-Aufruf („Lazy Scheduler"), startet er erst, wenn jemand die Seite besucht. Für verlässliche Zeitpunkte richten Sie einen echten Cronjob ein — das ist Joomla-Standard und in dessen Dokumentation beschrieben. Was der geplante Scan bringt Vor allem eines: Kontinuität. Das Löschtor verlangt, dass eine Datei in mehreren aufeinanderfolgenden Scans Kandidat war (Standard: 2) und dass der Scan nicht zu alt ist (Standard: höchstens 7 Tage). Ein regelmäßiger Scan erfüllt beides von allein — Sie müssen nicht daran denken, kurz vor dem Aufräumen noch einmal manuell zu scannen. Nebenbei sehen Sie an den Zahlen, wie Ihre Medienbibliothek sich entwickelt. Die 404-Überwachung Das System-Plugin protokolliert Zugriffe auf Dateien, die in Quarantäne liegen. Es ist nach der Installation deaktiviert — einschalten unter System → Plugins. Warum das so nützlich ist Media Organizer kann nur finden, was in Ihrer Joomla-Installation steht. Ein Bild, das in einem Newsletter verlinkt ist, in einem PDF steckt oder von einer fremden Website eingebunden wird, sieht kein Scan der Welt. Genau diese Lücke schließt die 404-Überwachung — allerdings erst, nachdem die Datei in Quarantäne liegt: Fragt dann jemand die Datei an, entsteht ein 404, und das Plugin schreibt ihn mit. Ein 404-Treffer auf eine Datei in Quarantäne ist der stärkste Hinweis überhaupt, sie nicht zu löschen: Jemand hat sie tatsächlich angefragt. Die Zählung sehen Sie an jeder Kachel in der Quarantäne-Ansicht. Das Löschtor prüft diese Zähler mit: Gab es Treffer, wird das endgültige Löschen blockiert. Ist das ein Performance-Problem? Das Plugin läuft bei Seitenaufrufen mit, hält sich aber eng: Es interessiert sich nur für 404er auf Pfade, die es in Quarantäne kennt. Wenn Sie es dennoch nicht dauerhaft mitlaufen lassen wollen, ist ein guter Kompromiss: einschalten, solange eine Charge in Quarantäne liegt — und danach wieder aus. Der empfohlene Ablauf 404-Überwachung aktivieren. Eine überschaubare Charge in Quarantäne verschieben. Die Aufbewahrungsfrist abwarten und die Website normal weiterbetreiben. Vor dem endgültigen Löschen die 404-Zähler prüfen. Treffer? Wiederherstellen und die Referenz suchen. Alles ruhig geblieben: löschen. Nächste Charge. Weiter geht es Kommandozeile — für Scans ohne Browser-Zeitgrenze Quarantäne, Wiederherstellen, endgültiges Löschen Gilt für Version 1.0.3. Kommandozeile Media Organizer bringt Kommandos für Joomlas Konsole mit. Sie sind vor allem dann nützlich, wenn ein Scan im Browser an eine Zeitgrenze läuft, oder wenn Sie Wartung skripten wollen. Alle Kommandos laufen über Joomlas CLI-Einstiegspunkt: php cli/joomla.php jimgo:scan Die Sicherheitsregel Jedes Kommando, das etwas verändert, ist standardmäßig ein Trockenlauf. Es zeigt, was es täte, und tut nichts. Ausgeführt wird nur mit --confirm= — Sie müssen die Zahl der betroffenen Dateien selbst nennen und sie muss stimmen. Es gibt bewusst kein --yes, kein --force und kein --no-interaction für destruktive Kommandos. Der Grund: Ein Tippfehler oder ein veraltetes Skript soll nicht versehentlich etwas löschen. Wer die Anzahl nennen muss, hat vorher hingesehen. Lesende Kommandos jimgo:scan Führt einen vollständigen Scan aus. Rein lesend — schreibt nie ins Dateisystem. php cli/joomla.php jimgo:scan Das ist der empfohlene Weg für große Bestände: keine Browser-Zeitgrenze, kein Nachklicken. Ideal auch als Cronjob-Alternative zum Aufgabenplaner. jimgo:report Gibt das Inventar auf der Standardausgabe aus. php cli/joomla.php jimgo:report --format=csv --state=orphan_candidate > verwaist.csv --format=json|csv Ausgabeformat. Standard: json. --state= Nur Dateien in diesem Zustand, z. B. orphan_candidate. jimgo:duplicates Listet Dateien mit identischer Prüfsumme. php cli/joomla.php jimgo:duplicates --limit=100 --limit= Höchstens so viele Duplikatgruppen. Standard: 50. jimgo:optimize Meldet Dateien, die sich nach den eingestellten Schwellwerten zu optimieren lohnen. php cli/joomla.php jimgo:optimize --limit=100 --limit= Höchstens so viele Dateien. Standard: 50. Verändernde Kommandos jimgo:quarantine Verschiebt die unreferenzierten Dateien des letzten Scans in Quarantäne. # Trockenlauf — zeigt nur, was passieren würde php cli/joomla.php jimgo:quarantine # Ausführen: die genannte Anzahl muss exakt stimmen php cli/joomla.php jimgo:quarantine --confirm=42 jimgo:purge Löscht Dateien in Quarantäne endgültig. Es gelten dieselben zwölf Bedingungen wie im Backend — die Kommandozeile ist kein Hintereingang. php cli/joomla.php jimgo:purge php cli/joomla.php jimgo:purge --confirm=17 jimgo:optimize:apply Optimiert die markierten Bilder. Originale werden vorher gesichert. php cli/joomla.php jimgo:optimize:apply php cli/joomla.php jimgo:optimize:apply --confirm=8 jimgo:profiles:update Lädt die mitgelieferten Extension-Profile neu in den Speicher. Nützlich nach einem Update. php cli/joomla.php jimgo:profiles:update Übersicht Kommando Wirkung Braucht --confirm jimgo:scan lesend nein jimgo:report lesend nein jimgo:duplicates lesend nein jimgo:optimize lesend nein jimgo:profiles:update schreibt nur in den Profilspeicher nein jimgo:quarantine verschiebt Dateien ja jimgo:optimize:apply ersetzt Bilder (mit Backup) ja jimgo:purge löscht endgültig ja Ein Wort zur Automatisierung Sie können jimgo:scan in einen Cronjob legen — das ist sinnvoll und empfohlen. Legen Sie niemals jimgo:purge --confirm=… in einen Cronjob. Die Anzahl müsste dort fest verdrahtet sein, und genau dann löscht das Skript beim nächsten Lauf eine andere Dateimenge als die, die Sie einmal geprüft haben. Die --confirm-Regel ist genau dafür gebaut, dass ein Mensch hinsieht. Weiter geht es Rechte, Export und Datenschutz Gilt für Version 1.0.3. Rechte, Export und Datenschutz Berechtigungen Media Organizer bringt sieben eigene Aktionen mit, die Sie wie gewohnt über Optionen → Rechte pro Benutzergruppe vergeben. Aktion Erlaubt Scannen Einen Scan starten. Rein lesend, gefahrlos. In Quarantäne verschieben Dateien in die Quarantäne bewegen. Umkehrbar. Wiederherstellen Dateien aus der Quarantäne zurückholen. Endgültig löschen Dateien unwiderruflich entfernen. Optimieren Bilder verkleinern lassen (mit Backup). Bearbeiten Den Bild-Editor benutzen. Safelist pflegen Dateien dauerhaft von der Bereinigung ausnehmen. Zusätzlich greift Joomlas Zugriff auf die Administration ( core.manage) — ohne die kommt niemand überhaupt in die Komponente. Ein sinnvoller Zuschnitt Die Aktionen sind absichtlich getrennt, damit Sie Verantwortung staffeln können: Redaktion: Scannen. Sie sehen, was sich ansammelt, ohne etwas anfassen zu können. Webmaster: zusätzlich Quarantäne, Wiederherstellen, Optimieren, Bearbeiten. Das ist der Alltag — und alles davon ist umkehrbar. Super User: endgültiges Löschen. Standardmäßig ist Super User zum Löschen verlangen aktiv (Optionen → Sicherheit & Aufbewahrung). Auch wer die Aktion Endgültig löschen hat, kommt damit nicht durch, solange er kein Super User ist. Zwei unabhängige Hürden für den einzigen unumkehrbaren Schritt. Die Safelist Manche Dateien sollen nie zur Debatte stehen — Logos, Bilder für einen Newsletter, ein Ordner mit Material für externe Zwecke. Dafür gibt es die Safelist: Was auf sie passt, wird nicht mehr als „ohne Referenz" gemeldet. Eingetragen werden dabei Muster, keine einzelnen Dateien — geprüft gegen den site-relativen Pfad: Mustertyp Beispiel Wirkung Glob-Muster images/keep/* Schützt alles unterhalb von images/keep/. Regulärer Ausdruck — Für Fälle, die sich mit einem Glob nicht fassen lassen. Ein Muster statt einer Dateiliste hat einen praktischen Vorteil: Legen Sie eine neue Datei in images/keep/ ab, ist sie automatisch geschützt — Sie müssen nicht daran denken, sie nachzutragen. Die Safelist ist der ehrliche Weg für „das weiß ich besser als die Software" — deutlich besser, als das Löschtor aufzuweichen. Sie wirkt gezielt auf das, was Sie benennen, statt pauschal alle Sicherheitsprüfungen zu senken. Export Aus der Prüfansicht exportieren Sie das Inventar über CSV exportieren oder JSON exportieren. Die aktuell gesetzten Filter werden berücksichtigt — Sie können also gezielt „alle unreferenzierten Bilder über 1 MB" herausziehen. Dasselbe geht über die Kommandozeile: php cli/joomla.php jimgo:report --format=csv --state=orphan_candidate > verwaist.csv Typische Anwendungen: Abstimmung mit dem Kunden, bevor etwas passiert. Eine Zweitmeinung. Oder schlicht die Dokumentation dessen, was Sie getan haben. Datenschutz und Datenhaltung Media Organizer arbeitet strikt lokal. Es kontaktiert keine externen Dienste. Keine Daten verlassen Ihre Website. Im Einzelnen: Keine Telemetrie, keine Nutzungsstatistik, kein „Nach-Hause-Telefonieren". Bilder werden nicht hochgeladen. Optimierung und Bild-Editor laufen auf Ihrem Server — auch die optionalen externen Encoder sind lokal installierte Programme. Die einzige ausgehende Verbindung ist die Update-Prüfung. Die führt Joomla selbst durch, wenn Sie sie auslösen. Was gespeichert wird Inventar Pfad, Größe, Abmessungen, Prüfsumme, Zeitstempel je Datei. Referenzen Fundstellen: Tabelle, Datensatz, Spalte, gefundener Verweis. Scan-Verlauf Wann, wie lange, mit welchem Ergebnis. Audit-Log Wer wann was verschoben, wiederhergestellt oder gelöscht hat — inklusive Begründung bei einer Übersteuerung. 404-Treffer Zugriffe auf Dateien in Quarantäne (nur bei aktivem Plugin). Das sind technische Daten über Dateien, keine personenbezogenen Daten über Website-Besucher. Das Audit-Log hält fest, welcher Administrator eine Aktion ausgelöst hat — das ist der Sinn eines Audit-Logs. Über Optionen → Leistung → Scan-Detaildaten aufbewahren (Standard: 5) steuern Sie, für wie viele der letzten Scans die Fundstellen-Details behalten werden. Ältere werden automatisch entfernt, damit die Tabellen nicht unbegrenzt wachsen. Die Scan-Übersicht selbst bleibt erhalten. Was bei der Deinstallation passiert Beim Entfernen der Erweiterung werden ihre Tabellen abgeräumt. Dateien in Quarantäne bleiben liegen — sie werden nicht gelöscht. Holen Sie sich also zurück, was Sie behalten wollen, bevor Sie deinstallieren; sonst müssen Sie den Quarantäne-Ordner anschließend von Hand durchsehen. Weiter geht es Häufige Fragen und Fehlerbehebung Media Organizer im Überblick Gilt für Version 1.0.3. Änderungsprotokoll Dieses Änderungsprotokoll listet alle veröffentlichten Versionen von Media Organizer, die neueste zuerst. Diese Seite wird beim Release automatisch aus der Änderungsdatei des Produkts erzeugt. Änderungen von Hand gehen beim nächsten Abgleich verloren. Version 1.0.3 – 12.08.2026 Geändert Einzelne mitgelieferte Dateien nannten noch die Lizenzversion 2. Überall steht jetzt einheitlich die GNU General Public License Version 3 oder später. Die Installationsangaben wurden von wirkungslosen Einträgen befreit, damit das Paket die Prüfung des Joomla! Extensions Directory besteht. Version 1.0.2 – 04.08.2026 Geändert Die Erweiterung steht unter der GNU General Public License Version 3 oder später. Alle Angaben zu Lizenz, Autor und Copyright sind einheitlich. Behoben Die mitgelieferte Lizenzdatei enthielt den Text der Version 2. Sie enthält jetzt den vollständigen Text der Version 3 mit dem Namen dieser Erweiterung. Version 1.0.1 – 31.07.2026 Hinzugefügt Nach Installation und Update erscheint ein Übersichtsfenster mit Version, Status und Einstiegen zu Erste Schritte, Download-Schlüssel und Handbuch. Ein Klick auf „Updates aktivieren“ führt direkt zu den Update-Quellen, bereits auf fehlende Download-Schlüssel gefiltert. Der Erweiterungs-Manager zeigt hinter der Versionsnummer die Liste der Änderungen. Geändert Die Beschreibungen von Paket und Erweiterungsprofilen sind jetzt übersetzbar. Die Meldung „erfolgreich installiert“ entfällt; das neue Übersichtsfenster ersetzt sie. Version 1.0.0 – 13.07.2026 Hinweise Initiales Release.